Nachdem der Triathlon in Amberg echt gut gelaufen ist, standen nun zwei weitere Wettkämpfe auf dem Plan.

Am 15. Mai habe ich für meinen Arbeitgeber, die Bundespolizei, am Airportlauf Flughafen München teilgenommen. Man mag es kaum glauben, aber es war ein international besetztes Feld. Die Lufthansa und die Flughafen München GmbH hatten Gäste eingeladen, z. B. die Lufthansa Italien.
Dieses Jahr bin ich aufgrund der Trainingsplanung nur die 5-km-Strecke gelaufen. Auch ein Langdistanzler braucht mal die eine oder andere Tempoeinheit und genau als solche habe ich den Lauf gesehen. Zuvor hatte ich noch eine Schwimmeinheit im kalten Freibad absolviert. Allerdings bin ich bis zum Start der 5 km nicht mehr richtig warm geworden.

Als es nun endlich los ging, war ich schon nach 400 m mit noch einem Läufer allein an der Spitze. Ich bin mein Tempo gelaufen und habe immer wieder beschleunigt. Der andere Läufer ließ sich einfach nicht abhängen. Nina hatte mir die Vorgabe gemacht Vollgas zu laufen, also bis das Laktat aus den Ohren kommt. Das habe ich auch gemacht.
Nach 4,9 km habe ich dann das Tempo nochmals gesteigert, jedoch überholte mich mein Mitläufer 50 m vor dem Ziel. Er war einfach schneller auf den letzten Metern.
Im Ziel hatte mir dann ein Kollege gesagt, dass mein Mitläufer schon die letzten sechs Jahre gewonnen hat und ein Mittelstreckenläufer war. Mit der Zeit von 17:45 min war ich sehr zufrieden, ohne jegliche harten Tempoeinheiten beim Laufen.


Einige Tager später stand nun der erste richtige Härtetest auf dem Programm, der Ironman 70.3 in St. Pölten. Ich hatte sehr gut trainiert und war nicht krank. Außer, dass die rechte Schulter Schmerzen bereitete. Meine Schwimmzeiten im Training sind stetig langsamer geworden. Mein Physiotherapeut diagnostizierte eine Muskelverspannung und Verkürzung und hat noch versucht, das Beste für den Wettkampf herauszuholen. Am Wettkampftag war ich beschwerdefrei, jedoch fehlte nach den Behandlungen noch der alte Druck im Wasser. Der Wettkampftag begann bewölkt mit ganz leichtem Regen, sollten wir Pech haben mit dem Wetter, obwohl es heiß angekündigt war? Beim Schwimmstart kam dann die Sonne raus und es wurde richtig warm. Das Schwimmen lief wieder nur suboptimal, 400 Starter und nur 150 m zur ersten Boje, Chaos pur. An Schwimmen war auf den ersten 800 Metern nicht zu denken. Nach dem Wechsel in den zweiten See ging es einigermaßen. Jedoch kann ich trotzdem mit einer Schwimmzeit von 34 min natürlich nicht zufrieden sein. Aber dann kamen meine Disziplinen.

Die Radstrecke kannte ich ja schon vom letzten Jahr, obwohl sie ein wenig geändert wurde, noch mehr Höhenmeter als letztes Jahr. Die Radzeiten waren grundsätzlich 5-10 min langsamer als letztes Jahr. Deswegen kann ich mit einer nur 3 min schlechteren Radzeit überaus zufrieden sein. Am Ende der Radstrecke stand eine Zeit von 2:33 h nach 92 km zu Buche. Ich hatte richtig guten Druck auf der Strecke und es war noch Einiges drin. Da ich in der vorletzten Welle gestartet bin, bin ich fast nur Blinker links über die Radstrecke gejagt. Beim Laufen wusste ich ja, dass ich gut drauf bin. Wie immer habe ich die CEP-Socken mal wieder nicht schnell genug anbekommen. Die ersten Kilometer bin ich mit 4:10 min/km angelaufen. Dann habe ich das Tempo erhöht und es lief genial. Ich konnte gut ein Tempo von fast 3:50 min/km bis zum Ende Laufen und hatte am Ende die 84. Laufzeit von 1900 Startern und 80 PRO´s.

Die Schlussfolgerung aus den beiden Wettkämpfen: am Schwimmen weiter arbeiten, ansonsten bin ich auf einem sehr sehr guten Weg, Klagenfurt kann kommen.

Euer Mario

Rotor